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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Das Scheitern der neoliberalen Krisen- / Austeritätspolitik ist im siebenten Jahr der Krise immer deutlicher zu sehen !!!


Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten haben sich wirtschaftspolitisch seit mehreren Jahrzehnten dem neoliberalen Modell verschrieben. Im Mittelpunkt steht die Schaffung freier Märkte, auch und besonders auf den Finanzmärkten, die Wirtschaftspolitik
konzentriert sich auf Preisstabilität und ausgeglichene öffentliche Haushalte.

Doch die Bedingungen für die Fortsetzung 
und Vertiefung dieses Modells haben sich im Zuge der Finanzkrise wesentlich verschlechtert – ökonomisch, ideologisch und auch
politisch. Auch die Fähigkeit des neoliberalen Entwicklungsmodells weite Teile der Bevölkerung zu erreichen und zu überzeugen, verblasst zunehmend.

Ökonomisch wird das Scheitern der neoliberalen Krisenpolitik immer deutlicher. Im siebten Jahr der Krise ist kein Ende absehbar. Im Gegenteil, die Eurozone taumelt bereits zum dritten Mal in diesem kurzen Zeitraum in eine Rezession. 

Am Beginn 
der Krise stand der von den Vermögenden und zentralen AkteurInnen
der finanzmarktgetriebenen Akkumulation2 durchgesetzte Glaube an das theoretische Konstrukt freier, effizienter und wohlstandsschaffender (Finanz-)Märkte.
Die Folge war eine 
tiefe systemische Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2007/08.

Seither kommt die Regulierung und 
Schrumpfung des Finanzsektors kaum voran und die von ihm produzierten Kosten werden in großem Stil auf die Bevölkerung abgewälzt.
Mit dem raschen Umschwenken auf einen harten Austeritätskurs wurde die zweite Rezession der Jahre 2012/2013 von der Wirtschaftspolitik selbst verursacht.
Zusammen mit der aktiven Lohnsenkungspolitik in den Krisenländern3 entstanden so jene Kräfte, die die Eurozone nun in eine Deflation getrieben haben. Dieser Prozess ist bereits viel weiter vorangeschritten als allgemein vermutet und er ist äußerst gefährlich. Deflation erhöht den realen Wert der Schulden von Haushalten, Unternehmen und Staaten.
Die Entfernung kritischer Stimmen von Ämtern oder Mandaten ist kein Einzelfall in Europa. Und aus der Beobachtung der entsprechenden Prozesse lässt sich ableiten, dass über Jahre etablierte, neoliberale Pfadabhängigkeiten nur durch Druck eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses aufgebrochen werden können. 

Gerade weil sich 
Wahrheiten nicht selbst zum Durchbruch verhelfen, stehen die UnterstützerInnen einer fortschrittlichen Wirtschaftspolitik vor der Herausforderung, ein Mosaik31 zusammenzusetzen, welches kritische Wissenschaft, soziale Bewegungen, die Gewerkschaften und fortschrittliche Parteien, grenzüberschreitend zu einem kohärenten Projekt zusammenfügt, das in der Lage ist, den autoritären Konstitutionalismus herauszufordern.



Quelle: infobrief 4/14  -  eu & internationalDie Verselbständigung neoliberaler Wirtschaftspolitik in der EU
AK-Wien; Markus Marterbauer und Lukas Oberndorfer


Das moderne Sklaventum? Das oberste Prozent besitzt fast die Hälfte des Vermögens ... !!!


Die obere Hälfte besitzt 99% des Vermögens ...

... und das oberste Prozent fast die Hälfte des Vermögens ... !!!






Die Konzentration des Einkommens und Vermögens beim obersten Prozent der Bevölkerung steigt rasant an: Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer.

Der aktuelle Global Wealth Report der Schweizer Großbank Credit Suisse[1] hat diese These erneut bestätigt:
Besaß das oberste Prozent 2010 noch 43% des weltweiten Immobilien- und Finanzvermögens, so sind es im Sommer 2014 bereits gut fünf Prozent mehr, 48,2%. Der weitaus größere Teil der Menschheit besitzt nichts, höchstens  Schulden. Sie leben vom Verkauf ihrer Arbeitskraft, die aber im Verhältnis zu dem aufgehäuften Vermögen  und zur Kapitalrendite beständig an Wert verliert.

Diese zunehmend als ungerecht empfundene Vermögens- und Einkommens-verteilung ist von dem französischen Ökonom Thomas Piketty umfassend dargestellt worden.[2]

Auffallend ist, dass aus dem gesellschaftskritischen Spektrum mit Blick auf die überraschende mediale Akzeptanz der Intervention von Piketty und seinen KollegInnen eher zurückhaltende Kommentare dominieren !!

Ein Beispiel ist der US-amerikanische Marxist David Harvey: "Was Picketty ... statistisch aufzeigt (und dafür schulden wir ihm und seinen Kollegen Dank), ist, dass das Kapital historisch gesehen dazu tendiert, ein immer größeres Ausmaß an Ungleichheit zu produzieren. Viele von uns wird dies kaum überraschen. Überdies ist genau dies die theoretische Schlussfolgerung von Marx im ersten Band seines Werkes Das Kapital."

Piketty ist das nicht aufgefallen, was einen aber nicht überrascht, denn angesichts von Anschuldigungen in der rechtskonservativen Presse, er sei ein getarnter Marxist, hat er inzwischen gesagt, er habe ›Das Kapital‹ von Marx nicht gelesen. …
Pikettys Daten liefern viele wertvolle Einsichten.



[1] Handelsblatt Nr. 198 vom 15.10.2014, S. 34; Credit Suisse Research Institute, Global Wealth Report 2014, Oktober 2014.

[2] T. Piketty, Das Kapital im 21. Jahrhundert, München 2014.


Der komplette Bericht ist einzusehen unter:
http://www.sozialismus.de/heft_nr_11_november_2014/detail/artikel/ungleichheit-im-modernen-kapitalismus/

Mittwoch, 22. Oktober 2014

11.11. - Ausstellung " Female Spirit - Alles Leben kommt aus dem Meer" von Marie Tewa





Zu sehen sind unter anderem Portraits contemporary von

Michelle Obama, Elfriede Jelinek, Frida Kahlo, Amy Winehouse, Malala Yousafzai, Jane Goodall- über Renate Brauner, 
bis zu Kaiserin SiSi, Norma Jean Baker (MM), Cecily Corti, Queen Elizabeth, Conchita Wurst und Aung San Suu Yii.

Kunst kann etwas bewirken - bewegen - aufmerksam machen - in diesem Sinne würde ich mich freuen jemandem aus der gruppe zu begegnen!



Montag, 6. Oktober 2014

Demo gegen TTIP, CETA, TiSA & Co !!!



















Samstag
09:30 - 13:00


Musiktheater Linz
Am Volksgarten 1, 4020 Linz

Eingeladen von Manfred Walter



Liebe Menschen!
Am 11.10.2014 ist der europaweite Aktionstag gegen die geplanten Handelsabkommen TTIP, CETA und TiSA!
Erneut werden wir auch in Linz, so wie schon am 15.05.2014, gemeinsam die Landstraße füllen und EIN KLARES ZEICHEN SETZEN für was wir einstehen!
Die „Initiativplattform TTIP stoppen für Oberösterreich“ mit ihren mitterlweile über 20 Mitgliedsorganisationen laden Sie/Euch ein für ein soziales Europa ein zu treten! Ein Europa, dass uns, unseren Kindern und den zukünftigen Generationen ein soziales und menschengerechtes Leben in einer intakten Umwelt gewährleisten kann! 
Wenige Akteure der globalen Wirtschaft haben über die letzten Jahrzehnte schon zu viel zum Schlechten gewendet, so dass unsere Demokratien bereits an den Rand des finanziellen und auch ökologischen Kollapses geraten sind. Überzeugen wir deshalb auch die EntscheidungsträgerInnen, die noch nicht auf unserer Seite mitkämpfen, dass aus gutem Grund, keines diese Abkommen ratifiziert werden darf!


Dieses ist nur zu schaffen, wenn wir alle Teile der Zivilgesellschaft wieder mobilisieren und der Politik einen klaren Handlungsauftrag geben und sie einladen, mit uns gemeinsame Sache zu machen. Fordern wir gerechte Löhne, ein stabiles Sozialnetz, aktiven Umweltschutz und eine zukunftsfähige Politik die allen dienlich ist!

Der Ablauf ist bis dato folgend…
09:30-10:00 Zusammenkunft vor dem Musiktheater mit diversen Reden
10:00-12:00 Marsch durch die Landstraße bis zum Ars Electronica Center
12:00-13:00 Abschlusskundgebung mit Reden diverser AktivistInnen und PolitkerInnen

Bitte leitet diesen Aufruf AN ALLE Menschen weiter, sprecht mit ihnen und begeistert sie von einer besseren Zukunft, die uns nur gelingt wenn wir es gemeinsam und mit vollem Herzen versuchen.


So dann gehen wir diesen Weg weiter und die nächsten wichtigen Schritte machen wir am 11.10.2014 zusammen!

Gernot Almesberger
Sprecher der „Initiativplattform TTIP stoppen für Oberösterreich“
http://stopttip.at/



https://www.facebook.com/events/287428964782609/?notif_t=plan_user_invited