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Dienstag, 30. Dezember 2014

A world class teacher in every classroom !!!

labour.org.uk / Tristram Hunt
     

Shadow Secretary of State for Education





Labour knows that the most powerful resource for transforming children's life chances is great teaching. Evidence shows that improving teaching is the surest way to raise achievement - particularly for pupils from disadvantaged backgrounds. When we were in government all permanently employed teachers had to be qualified.

But in 2012 the Government scrapped this requirement and now, thanks to this retrograde step, over 400,000 pupils are now taught by unqualified teachers -- teachers who may have had no training in safeguarding, controlling a classroom or adapting learning to individual pupils' needs.
Labour will reverse David Cameron's damaging policy, putting school standards first. Our ambitions is for a world class teacher in every classroom. That begins by ensuring all teachers are qualified.

Montag, 29. Dezember 2014

29.12.2014 - SPÖ und Freundinnen Bad Sauerbrunn


SPÖ und Freundinnen Bad Sauerbrunn 
https://www.facebook.com/pages/SPÖ-und-Freundinnen-Bad-Sauerbrunn/325533787586326?fref=nf


Liebe Bad Sauerbrunner,
liebe Bad SauerbrunnerInnen!
Wir von der SPÖ Bad Sauerbrunn sind bestrebt, sachpolitisch, konstruktiv, aber mit der notwendigen kritischen Haltung einer Oppositionspartei zu agieren. Uns ist die Weiterentwicklung des Ortes das Wichtigste, wobei wir von der SPÖ versuchen, einen goldenen Mittelweg zwischen einer vernünftigen Ausgaben- und Sparpolitik zu betreiben. In erster Linie wollen wir die Interessen der Bevölkerung in den Mittelpunkt unserer Politik stellen. Dabei ist uns eine transparente und schnelle Information der BürgerInnen ganz besonders wichtig. Daher erhalten Sie von uns sachliche Informationen. Sie sollen sich damit besser eine Meinung über die zentralen Fragen in der Gemeinde bilden können.
Am 16.12.2014 fand die 10. Sitzung des Gemeinderates (GR) statt und wie angekündigt, erhalten Sie von uns eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.
GR – Sitzung am 16.12.2014
Thema: Übernahme der GenussQuelle durch die Bad Sauerbrunner Kommunal GmbH
- Die Mehrheitsfraktion der LIBS räumte Fehler beim Management und der Organisation der GenussQuelle ein. Es gibt insgesamt eine große Unzufriedenheit von Seiten der Gesellschafter der GenussQuelle und von Seiten der Gemeinde.
So wurde nun der Vorschlag unterbreitet, dass die GenussQuelle unter das Management der Kommunal GmbH gestellt wird. Befristet auf ein Jahr. Der Geschäftsführer der Kommunal GmbH, Herr Mag. Gerald Söllner wird sich um das Management kümmern und versuchen, dass es zu einem besseren Gesamtkonzept kommt. Im Rahmen der GR-Sitzung erläuterte er seine Pläne. Der Gemeinderat stimmte mehrheitlich für diese „Verstaatlichung“. Nach einem Jahr wird aufgrund der Gesamtbilanz entschieden, wie es mit der GenussQuelle weitergeht.
Thema: Kindergartenkonzept und Nachbesetzung
- Im Kindergarten kommt es zu einem Personalwechsel und Frau GV Monika Payer
stellte das alljährliche Kindergartenkonzept vor. Im Zuge dieses Punktes wurden einmal mehr die Notwendigkeit der Erweiterung des Kindergartens und die Installierung einer Kinderkrippe diskutiert. Für die SPÖ Bad Sauerbrunn hat die Erweiterung des Kindergartens und die Installierung einer Kinderkrippe oberste Priorität und schön langsam wächst auch die Bereitschaft bei den anderen Fraktionen für diese notwendigen Maßnahmen für unsere Jüngsten.
Thema: Abgabenverordung
- Wie jedes Jahr wurde die Kanalgebühr dem Index angepasst und erhöht. Die SPÖ stimmte wie jedes Jahr dagegen, weil wir meinen, dass unsere Bürgerinnen und Bürger ohnehin genug belastet sind und dies eine unnötige Steuererhöhung darstellt. Bei der Erhöhung der Anschlussgebühr für einen Kanalzugang stimmte die SPÖ mit, da diese schon lange nicht mehr erhöht wurde und Bad Sauerbrunn im Vergleich zu anderen Gemeinden niedrige Gebühren dafür einhebt.
Thema: Schneeräumungsvertrag
- Seit nunmehr über zwei Jahren mahnen wir bei der Gemeinde ein, dass es endlich ein Vertrag für die Schneeräumung erstellt werden soll. Nun wurde von Seiten der LIBS ein Vertrag vorgelegt bzw. das Angebot von zwei Anbietern: dem Maschinenring und der Firma August Gruber, wobei der GR mehrheitlich zum Entschluss kam, den Zuschlag der Firma Gruber aufgrund des besseren Angebotes zu geben.
Thema: Nachtragsvoranschlag
- Aufgrund des Betreibens der SPÖ Fraktion wurde erstmals in dieser GR-Periode ein Nachtragsbudget erstellt. Die Gemeinde wurde von der Gemeindeaufsicht des Landesmehrfach kritisiert, weil der Voranschlag regelmäßig überzogen wurde, aber nie ein Nachtragsbudget gemacht wurde. Insgesamt konnten die Mehrausgaben schlüssig dargelegt werden. Dennoch nicht ausreichend, da ein Teil der SPÖ Fraktion gegen dieses Budget stimmte. Der andere Teil stimmte dafür. Hier zeigt sich einmal mehr, dass die SPÖ Bad Sauerbrunn aus individuellen MandatarInnen besteht, die sich keinem Fraktionszwang unterordnen wollen und das ist gut so. Wir werden auch weiterhin jedem Mandatar frei stellen, wie er oder sie abstimmt. Das ist gelebte Demokratie. Übrigens: Die LIBS, die angeblich so bunt und unparteiisch agiert, stimmen fast immer einheitlich, es gibt keine Abweichler.
Thema: Aufsichtsbeschwerden und Zivilrechtssachen
- Im Zuge einer Aufsichtsbeschwerde gegen den Bürgermeister wegen der letzten Bürgerinfo, die sich ausschließlich mit dem Rechtsstreit mit der Familie Neubauer befasste wurde ebenfalls heiß diskutiert. Die SPÖ will diese sehr komplexe Causa nicht weiter verbreitern, wie es die ÖVP tut. Wir haben den Bürgermeister direkt kommuniziert, dass wir es politisch für höchst problematisch halten, wenn diese Causa völlig isoliert in einer Bürgerinfo behandelt wird.
Viele BürgerInnen haben sich schlichtweg gar nicht ausgekannt, um was es bei dieser Auseinandersetzung eigentlich geht. Wir verstehen einerseits die Familie Neubauer, aber andererseits sehen wir hier auch kein Versäumnis von Seiten der Gemeinde, sofern wir alle relevanten Informationen erhalten haben. Daher hat sich die SPÖ daher mehrheitlich bei diesen Fragen der Stimme enthalten.
Wir hoffen, dass Sie unser Bemühen um eine sachliche und engagierte Arbeit für unseren Ort erkennen und freuen uns natürlich auch auf Ihre Reaktionen. Wer mehr und noch schnellere Infos haben möchte, der kann unseren Newsletter abonnieren, der Sie etwas einmal im Monat mit den aktuellen Neuigkeiten versorgt. Einfach anmelden unter: fuerst.roland@aon.at
Wir wünschen Ihnen erholsame und stressfreie Feiertage
und einen guten Rutsch ins Jahr 2015

Wichtige Termine für 2015
14.Februar 2015: Kinderfasching bei Neubauer – Beginn 14.00 Uhr
16. Mai 2015: SPÖ Strudelfeld im Kurpark
10. Mai 2015: Muttertagsfeier des Pensionistenverbandes - Parkhotel Neubauer, Beginn 14 Uhr
Pensionistenverband Bad Sauerbrunn: Einladung zu den Clubnachmittagen
2015 ab 13.30 Uhr (Gemeindeamt, oberer Stock)
14.u. 28. Jänner; 11. u. 25. Feber; 11. u. 25. März; 8. u. 22. April


Ihr SPÖ Team Bad Sauerbrunn 
& GV Dr. Karin Hütterer und GV Dr. Roland Fürst

Neoliberalismus und ein sogenannter neoliberaler Deal

Neoliberalismus ist die Bezeichnung für eine breite und heterogene Strömung, zu der die Freiburger Schule (Ordoliberalismus) und die Chicagoer Schule, aber auch Vertreter der Österreichischen Schule wie Friedrich von Hayek gerechnet werden, obwohl die Abgrenzung der einzelnen Schulen und die Zuordnung einzelner Personen strittig ist. 

Neben der wirtschaftsgeschichtlichen Bedeutung gibt es neuere Begriffsverwendungen von Neoliberalismus als Politisches Konzept, Entwicklungsmodell, Ideologie und Akademisches Paradigma, [Taylor C. Boss und Jordan Gans-Morse: Neoliberalism] sowie als „Kampfbegriff“ [Hans Willgerodt: Der Neoliberalismus – Entstehung, Kampfbegriff und Meinungsstreit] oder als „politisches Schimpfwort“,[Oliver Marc Hartwich: Neoliberalism: The Genesis of a Political Swearword] Neoliberalismus erscheint heute als wesensmäßig umstrittener Begriff.[ Taylor C. Boss und Jordan Gans-Morse: Neoliberalism: From New Liberal Philosophy to Anti-Liberal Slogan]

Anfang der 1970er-Jahre, wurde der Weg für eine „Finanzialisierung“ der Weltwirtschaft freigemacht.Das alte realwirtschaftliche Modell wurde durch ein neues finanzgetriebenes Modell ersetzt.
Unter Finanzialisierung versteht man den Aufstieg der Finanzwirtschaft zur Leitindustrie und die stufenweise Unterwerfung aller anderen Wirtschaftsbereiche unter die Logik der Finanzbranche.
Von großer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang, dass dem gewaltigen Anwachsen der Finanzvermögen kein entsprechendes Wachstum von Gütern und Dienstleistungen gegenüberstand.
Da in einer Volkswirtschaft die finanziellen Vermögen der einen immer den finanziellen Verbindlichkeiten der anderen entsprechen, ist die Finanzialisierung letztlich so etwas wie eine dramatische Bilanzfälschung.

Ein wichtiges Kennzeichen der Finanzialisierung war die Shareholder-Value-Orientierung, die alle Unternehmensziele auf Aktionärsinteressen reduzierte. Kursgewinne wurden wichtiger als Renditen, die langfristige Rentabilität trat gegenüber kurzfristigen finanzwirtschaftlichen Kennzahlen in den Hintergrund. Die zunehmende Spekulation führte zu Kursschwankungen, volatilen Preisen, regelmäßigen Finanzkrisen und insgesamt einem instabilen ökonomischen Umfeld.

Eng verschränkt mit der Finanzialisierung ist ein zweiter Megatrend der neoliberalen Epoche, nämliche die Umverteilung von Arbeit zu Kapital und innerhalb der Arbeitseinkommen von arm zu reich. Das vielleicht wichtigste Merkmal war, dass die Masseneinkommen nicht mehr mit dem Produktivitätswachstum mithielten. 
Dadurch nahm der Anteil der Masseneinkommen am Volkseinkommen in allen industrialisierten Staaten deutlich ab, der Anteil der Kapitaleinkommen wuchs gegengleich an. 
Auch in der personellen Verteilung kam es zu einer Polarisierung, die Haushalte mit hohen Einkommen legten in den industrialisierten Staaten zu, während jene mit geringeren Einkommen Anteile am Gesamteinkommen verloren. 

Die steigenden Profite wurden mangels Nachfrage nicht investiert, die steigenden Spitzeneinkommen wurden wegen Sättigung nicht konsumiert. Dadurch wurden enorme Summen zur Veranlagung auf den internationalen Finanzmärkten geparkt. Die Entstehung der Unmengen an spekulativem Kapital das zum Spielgeld für die Finanzmärkte wurde, ist somit ein Resultat der großen Umverteilung in der neoliberalen Epoche.


In der Demokratie ist es notwendig, nicht nur den Beifall der Masse zu gewinnen, sondern auch deren Zustimmung. 
Die dabei sich aufdrängende Frage lautet: 
Wie bekamen sie die Massen dazu, gegen ihre eigenen Interessen zu votieren und denen Beifall zu spenden, die für Ziele eintreten, die dem massenhaften Wohl oder der Wohlfahrt der Massen entgegengesetzt sind? 
Die Antwort ist oft verblüffend, ja beschämend einfach. Blind durch die selbsterzeugte Illusion der Aufklärung, in einem Konstrukt, das wir Öffentlichkeit nennen, meinen wir, es gebe nichts Stärkeres als die Macht des Arguments. 
Ideen setzen sich aber nicht durch, weil sie besser sind, sondern weil die Macht auf ihrer Seite ist.
Auch die neoliberalen Ideen setzten sich nicht aufgrund der besseren Argumente durch, sondern weil vor allem die finanzielle und auch Teile der politischen Macht auf ihrer Seite waren.

Der Linguist Noam Chomsky veröffentlichte 1998 Profit over People – Neoliberalism and Global Order. Er vertritt darin die Ansicht, der Neoliberalismus habe seit Ronald Reagan und Margaret Thatcher weltweite Hegemonie erlangt.
- Dies habe zur Privilegierung weniger Reicher auf Kosten 
der großen Mehrheit geführt. 
- Große Konzerne und Kartelle beherrschten das politische Geschehen in den USA. 
- Der freie Markt bringe somit nicht im Geringsten eine Wettbewerbsordnung hervor. 
- Durch den politischen Einfluss großer Unternehmen auf die US-amerikanischen Parteien werde dauerhaft die Demokratie untergraben.


Der neoliberale Deal hat versprochen: 
Akzeptiere weniger Sicherheit, und du bekommst mehr Freiheit. Dieser Deal erwies sich für die meisten als Betrug. 

Weniger Sicherheit heißt nicht mehr Freiheit, sondern weniger Freiheit, weniger Möglichkeiten, einmal etwas zu riskieren, weniger Chancen, seine Kreativität zu entwickeln. 

Schon ist von der "Generation Angst" die Rede. Paradoxerweise wird aber doch eher noch wenig über all das geredet. Denn schließlich will niemand seine Angst zugeben. In der Erfolgsgesellschaft ist die Angst ein peinliches Gefühl.


Quellen:
Arbeit & Wirtschaft; Wikipedia; 

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Otto Bauer; sozialdemokratischer Politiker, Ökonom und Soziologe

Quelle: UNI Graz
Otto Bauer
Pseudonyme: Amos; Franta Coliette; H. W.; Hagen; Karl Mann; Jean Meunier; Friedrich Schulze; Heinrich Schulze; Tonda; Heinrich Weber; Wolfgang
geb. Wien, am 5. September 1881
gest. Paris, am 4. Juli 1938
sozialdemokratischer Politiker, Ökonom und Soziologe

Otto Bauer, Sohn des Baumwoll- und Leinenwarenerzeugers Philipp Bauer (1853–1913) und dessen Ehefrau »Käthe« Katharina Bauer, geborene Gerber (1862–1912), sowie Bruder von Ida Adler (1882–1945), war seit 1900 Mitglied der »Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutschösterreichs« (SDAP) und zählte zu den Mitbegründern des kurz danach entstandenen Austromarxismus. Er studierte seit 1903 Rechtswissenschaft an der Universität Wien, wo er 1906 zum Doktor der Rechtswissenschaft (Dr. jur.) promoviert wurde. Während des Studiums lernte er Max Adler (1873–1937), Rudolf Hilferding (1877–1941) und Karl Renner (1870–1950) kennen, mit denen er den Verein »Zukunft« als Schule für die Wiener Arbeiter gründete, die Keimzelle des Austromarxismus. Bauer war 1907 Mitbegründer, bis 1914 Schriftleiter und bis 1934 Mitherausgeber der Zeitschrift »Der Kampf. Sozialdemokratische Monatsschrift« (Wien), bis 1912 Lehrer an der sozialdemokratischen Parteischule und 1912 bis 1914 Redakteur der »Arbeiterzeitung. Zentralorgan der österreichischen Sozialdemokratie« (Wien) sowie Lehrer an der sozialdemokratischen Arbeiterschule. Außerdem war er 1907 bis 1914 Abgeordneter zum Österreichischen Reichsrat und Fraktionssekretär der »Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutschösterreichs«.
Am Ersten Weltkrieg nahm Otto Bauer seit 28. Juli 1914 als Leutnant der Infanterie teil und geriet bereits im November 1914 in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er als Austauschinvalide im September 1917 entlassen wurde. Nach Wien zurückgekehrt, war Bauer vom Oktober bis November 1918 Unterstaatssekretär des Äußeren und vom November 1918 bis Juli 1919 Staatssekretär für Äußeres; zu seinen Mitarbeitern im Ministerium zählte die Soziologin Käthe Leichter (1895–1942). Er setzte sich für die Auflösung Österreich-Ungarns und für den Anschluss Deutsch-Österreichs an das Deutsche Reich ein, war österreichischer Verhandlungsführer in Saint-Germain-en-Laye (Île-de-France) und trat schließlich von seinem Ministerposten zurück, weil er weder den Anschluss Österreichs an Deutschland erreichen, noch die Abtrennung Südtirols und des Sudetengebiets von Österreich verhindern konnte. 1919 bis 1934 war Bauer sozialdemokratischer Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat und Führer der österreichischen Sozialdemokratie, obwohl er weder Partei- noch Fraktionsvorsitzender war. Von Bedeutung wurde das unter seiner Leitung verfasste Linzer Parteiprogramm der »Sozialdemokratischen Arbeiterpartei« von 1926.
Otto Bauer heiratete 1920 die Journalistin Helene Landau, geborene Gumplowicz (1871–1942), welche aus ihrer geschiedenen Ehe die Tochter Wanda Janina Landau, verheiratete Lanzer (1896–1980), mitbrachte, später Bibliothekarin und Journalistin. Helene Landau war seit 1915 eng mit der Individualpsychologin und Schriftstellerin Sofie Lazarsfeld (1881–1976), der Mutter des Soziologen Paul Felix Lazarsfeld (1901–1976), befreundet. Seit 1917 unterhielt auch Otto Bauer enge Beziehungen zur Familie Lazarsfeld.
Noch während des Aufstands im Februar 1934 zur Verteidigung der Demokratie in Österreich flüchtete Otto Bauer in die Tschechoslowakei, wo er Mitbegründer des »Auslandsbüros der österreichischen Sozialdemokraten« (ALÖS) in Brno wurde, welches der Unterstützung der nunmehr illegalen sozialistischen Bewegung in Österreich und der Aufklärung des Auslands über die österreichischen Verhältnisse diente. Er war 1934 bis 1938 Redaktionsleiter der »Arbeiterzeitung. Organ der österreichischen Sozialisten« (Brünn [Brno]) und Herausgeber der Zeitschrift »Der Kampf. Sozialistische Revue« (Prag).
Im Mai 1938 emigrierte Otto Bauer nach Paris, wo er an der Konstituierung der »Auslandsvertretung der österreichischen Sozialisten« (AVÖS) mitwirkte und Herausgeber der Zeitschrift »Der sozialistische Kampf / La Lutte socialiste. Journal antihitlérien« (Paris) wurde.
Otto Bauer gilt heute als führender Theoretiker des Austromarxismus und prägende Figur der österreichischen Sozialdemokratie der Zwischenkriegszeit. Er gilt als auch als jene Person, welche die Marienthal-Studie anregte.
Selbstständige Publikationen von Otto Bauer
● (Anonym) Das arbeitende Volk und die Nationalitätenfrage. Wien: Wiener Volksbuchhandlung [1900] (= Lichtstrahlen. 4.), 16 S.
● Die Nationalitätenfrage und die Sozialdemokratie. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1907, VIII, 500 S. Separatabdruck aus: Marx-Studien, 2. Bd.
● (Mitherausgeber) Der Kampf. Sozialdemokratische Monatsschrift. Herausgegeben von Otto Bauer, Adolf Braun, Karl Renner (Wien), 1.–27. Bd. (1907–1934).
● Deutschtum und Sozialdemokratie. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1907 (= Lichtstrahlen. 13.), 32 S.
● Die Teuerung. Eine Einführung in die Wirtschaftspolitik der Sozialdemokratie. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1910, 99 S.
● (Mit Julius Deutsch & Karl Renner) Otto Bauer: Stimmen aus der Internationale über die Gewerkschaften. – Karl Renner: Organisation der Welt. – Julius Deutsch: Vom Landesverein zum Reichsverband. – Einleitung von Otto Bauer. Wien: Hueber 1910, 32 S.
● Nationaler Kampf oder Klassenkampf? Ein Gespräch. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1911 (= Sozialdemokratische Werbeschriften zum Wahlkampf. 2.), 16 S.
● Bergmannsnot und Kohlenwucher. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1911 (= Sozialdemokratische Werbeschriften zum Wahlkampf. 4.), 16 S.
● Großkapital und Militarismus. Wem nützen die neuen Kriegsschiffe? Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1911 (= Sozialdemokratische Werbeschriften zum Wahlkampf. 15.), 16 S.
● Geschichte Österreichs. Eine Anleitung zum Studium der österreichischen Geschichte und Politik. Wien: Danneberg 1911 (= Sammlung von Unterrichtsanleitungen. Herausgegeben von der Zentralstelle für das Bildungswesen der deutschen Sozialdemokratie in Österreich. 2.), 47 S.
● Der Balkankrieg und die deutsche Weltpolitik. Berlin: Vorwärts, Singer 1912, 52 S.
● (Mitarbeiter) Robert Danneberg: Karl Marx. Der Mann und sein Werk. Unter Mitwirkung von Karl Kautsky, Max Adler, Otto Bauer, Gustav Eckstein, Leopold Winarsky und anderen. Wien: Verlag des Verbandes der jugendlichen Arbeiter 1913, 64 S.
● (Heinrich Weber) Die russische Revolution und das europäische Proletariat. Wien: Brand 1917, 40 S.
● Der Weg zum Sozialismus. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1919 (= Sozialistische Bücherei. 1.), 32 S.
● (Anonym) Weltrevolution. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1919 (= Sozialistische Bücherei. 11.), 20 S.
● Acht Monate auswärtiger Politik. Rede, gehalten am 29. Juli 1919. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1919 (= Sozialistische Bücherei.12.), 12 S.
● Die Sozialisierungsaktion im ersten Jahre der Republik. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1919 (= 12. November. 5.), 16 S.
● Bolschewismus oder Sozialdemokratie? Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1920, 120 S.
● Der »neue Kurs« in Sowjetrußland. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1921, 35 S.
● Die Offiziere und die Republik. Ein Vortrag über die Wehrpolitik der Sozialdemokratie. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1921, 16 S.
● Die Aufgaben der deutschen Sozialdemokratie in der Tschechoslowakischen Republik. Teplitz-Schönau [Teplice]: Druck- und Verlags-Anstalt 1921, 10 S.
● Schulreform und Klassenkampf. Ein Vortrag über die Funktionen der Schule in der Gesellschaft. Herausgegeben vom Reichsverein der sozialdemokratischen Lehrer und Lehrerinnen Deutschösterreichs. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1921, 16 S.
● Der Genfer Knechtungsvertrag und die Sozialdemokratie. Rede des Abgeordneten Otto Bauer auf dem sozialdemokratischen Parteitag in Wien am 14. Oktober 1922. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1922, 32 S.
● Die österreichische Revolution. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1923, 293 S.
● Der Kampf um die Macht. Wien: Verlag der Organisation Wien der Sozialdemokratischen Partei 1924 (= Wiener sozialdemokratische Bücherei. 2.), 31 S.
● Die Arbeiterjugend und die Weltlage des Sozialismus. Rede, gehalten auf der Jahreskonferenz des Kreises Wien des Verbandes der sozialistischen Arbeiterjugend am 2. März 1924. Wien: Verband der sozialistischen Arbeiterjugend 1924 (= Sozialistische Jugendbücherei. 1.), 27 S.
● Der Kampf um Wald und Weide. Studien zur österreichischen Agrargeschichte und Agrarpolitik. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1925 (= Agrarsozialistische Bücherei. 1.), 244 S.
● Die Wirtschaftskrise in Österreich. Ihre Ursachen – ihre Heilung. Wien: Verlag des Bundes der Industrieangesellten 1925 (= Schriftenreihe des Bundes der Industrieangestellten Österreichs. 5.), 16 S.
● Sozialdemokratische Agrarpolitik. Erläuterungen des Agrarprogramms der Deutschösterreichischen Sozialdemokratie. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1926 (= Agrarsozialistische Bücherei. 6.), 187 S.
● Idealismus und Nüchternheit. Festrede gehalten im Volksbildungshaus Margareten am 17. Jänner 1926 anläßlich der Feier des zwanzigjährigen Bestandes des Arbeiter-Abstinentenbundes in Österreich. Wien: Arbeiter Abstinentenbund 1926, 11 S.
● Der blutige fünfzehnte Juli. Rede, gehalten im Nationalrat in der Sitzung am 26. Juli 1927. Wien: Verlag der Organisation Wien der Sozialdemokratischen Partei 1927 (= Wiener sozialdemokratische Bücherei. 17.), 31 S.
● Das Zollattentat auf die Volkswirtschaft. Wien: Verlag der Organisation Wien der Sozialdemokratischen Partei 1927 (= Wiener sozialdemokratische Bücherei. 18.), 16 S.
● Sozialdemokratie, Religion und Kirche. Ein Beitrag zur Erläuterung des Linzer Programms. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1927, 61 S.
● Die wirtschaftliche und soziale Lage Österreichs. Rede auf dem Kongreß der freien Gewerkschaften Österreichs am 20. Juni 1928. Wien: »Arbeit und Wirtschaft« 1928, 31 S.
● Revolutionäre Kleinarbeit. Rede. Herausgegeben vom Zentralverein der kaufmännischen Angestellten Österreichs. Wien: Verlag des Zentralvereines der kaufmännischen Angestellten Österreichs 1928 (= Freigewerkschaftliche Jugendschriften.), 15 S.
● Wie können wir den Mieterschutz erhalten? Rede [auf dem sozialdemokratischen Parteitag am 15. September 1928], gehalten von Otto Bauer. Wien: Verlag der Organisation Wien der Sozialdemokratischen Partei 1928 (= Wiener sozialdemokratische Bücherei. 19.), 31 S.
● Mieterschutz, Volkskultur und Alkoholismus. Rede. Wien: Arbeiter-Abstinentenbund 1929, 14 S.
● Das Bundessanierungsgesetz. Vortrag. Wien: Postgewerkschaft 1931, 15 S.
● Kapitalismus und Sozialismus nach dem Weltkrieg. Band 1: Rationalisierung – Fehlrationalisierung. Wien: Wiener Volksbuchhandlung 1931, 226 S. Mehr nicht erschienen.
● Wir kämpfen für die Freiheit! Rede des Abgeordneten Dr. Otto Bauer am 10. März 1933. Wien: Verlagsanstalt Vorwärts 1933, unpaginiert (4 S.).
● Nach der deutschen Katastrophe. Die Beschlüsse der Internationalen Konferenz der S.A.I in Paris, August 1933, und die Rede des Berichterstatters Otto Bauer. Zürich: Sozialistische Arbeiter-Internationale 1933, 32 S.
● (Redakteur) Der Kampf. Sozialistische Revue (Prag), 1.–5. Jg. (1934–1938).
● Der Aufstand der österreichischen Arbeiter. Seine Ursachen und seine Wirkung. Prag [Praha]: Verlag der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik 1934, 31 S.
● Austrian democracy under fire. Dedicated to the memory of the heroes of the Republican »Schutzbund« killed in the fighting or executed under martial law. London: Labour Publications Department 1934, 51 S.
● (Mit Theodor Dan [Фёдор Дан, d.i. Fedor Ilič Gurvič / Фёдор Ильич Гурвич] & Jean Zyromski) Die Internationale und der Krieg. Mit einem Vorwort von Friedrich Adler und einer Erklärung von H[enry] N[oel] Brailsford. Wien: [ohne Verlagsangabe 1935], 16 S.
● Zwischen zwei Weltkriegen? Die Krise der Weltwirtschaft, der Demokratie und des Sozialismus. Bratislava: Prager 1936, 355 S.
● (Herausgeber) Der sozialistische Kampf / La Lutte socialiste. Journal antihitlérien (Paris), 1. Jg. (1938).
● Die illegale Partei. Aus dem unveröffentlichten Nachlass. [Herausgegeben von Friedrich Wolfgang Adler.] Paris: Éditions »La Lutte Socialiste« 1939 (= Schriftenreihe des Sozialistischen Kampf. 1.), 205 S.
● (Mitarbeiter) Karl Marx. Der Mann und sein Werk. Aufsätze von: Max Adler, Otto Bauer, Robert Danneberg. Herausgeber: Julius Deutsch. [Wien]: Wiener Volksbuchhandlung 1946, 91 S.
● Napoleons Ende. Ein Schauspiel in 5 Aufzügen. Wien: [ohne Verlagsangabe 1948], 32 S.
● Einführung in die Volkswirtschaftslehre. (Vorträge, gehalten 1927/28 in der Wiener Arbeiter-Hochschule.) Mit einer Einleitung von Ernst Winkler und einem Nachwort von Benedikt Kautsky. [Wien]: Wiener Volksbuchhandlung 1956 [recte 1955], 388 S. Davon gibt es auch einen Teilabdruck unter dem Titel: Der Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus.
● Eine Auswahl aus seinem Lebenswerk. Politische, soziologische, historische und philosophische Schriften. Mit einem Lebensbild Ottos Bauer von Julius Braunthal. [Wien]: Wiener Volksbuchhandlung 1961, 338 S.
● (Mit Herbert Marcuse & Arthur Rosenberg) Faschismus und Kapitalismus. Theorien über die sozialen Ursprünge und die Funktion des Faschismus. Herausgegeben von Wolfgang Abendroth. Wien–Frankfurt am Main–Zürich: Europa Verlag 1967 (= Politische Texte.), 187 S.
● Zum Wort gemeldet: Otto Bauer. Herausgegeben und eingeleitet von Heinz Fischer. Wien–Frankfurt am Main–Zürich: Europa Verlag 1968, 397 S.
● Das Weltbild des Kapitalismus. Frankfurt am Main: Makol 1971 (= Marxismusbibliothek. Text. 1.), 61 S.
● Werkausgabe. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für die Geschichte der Österreichischen Arbeiterbewegung. Redaktion: Hugo Pepper. Wien: Europaverlag 1975–1980, 9 Bände:
1. Band: 1975, IX, 940 S.
2. Band: 1976, 967 S.
3. Band: 1976, 1039 S.
4. Band: 1976, 1011 S.
5. Band: 1978, 1080 S.
6. Band: 1979, 1021 S.
7. Band: 1979, 1058 S.
8. Band: 1980, 1051 S.
9. Band: 1980, 1116 S.
● Fedor I. Dan [d.i. Fedor Ilič Gurvič / Фёдор Ильич Гурвич] und Otto Bauer: Briefwechsel (1934–1938). Hartmut Rüdiger Peter (Hg.). Frankfurt am Main–New York: Campus 1999 (= Quellen und Studien zur Sozialgeschichte. 18.), 189 S.
● »Religion als Privatsache«. Der Weg zur demokratischen Freiheit. Einführung von Tommaso la Rocca. Vorwort von Paul Michael Zulehner. Wien: Geyer-Edition 2001 (= Veröffentlichungen des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften Salzburg. Neue Folge. 79. / Publikationen des Instituts für kirchliche Zeitgeschichte. Serie 2: Studien, Dokumentationen. 33.), 183 S.

Texte über Otto Bauer 
● Marie Jahoda & Paul F. Lazarsfeld: Über Otto Bauers Rolle bei der Marienthal-Studie:


Marie Jahoda & Paul F. Lazarsfeld
Über Otto Bauers Rolle bei der Marienthal-Studie
1) Marie Jahoda: Über Otto Bauers Rolle bei der Marienthal-Studie
in Robert Knight (geb. 1952): Interview mit Marie Jahoda (1907–2001) am 28. August 1985. Quelle: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Wien).
Und es war Otto Bauer, der im Gespräch mit Paul [Lazarsfeld] und mir uns gesagt hat, dass das [die Arbeitslosigkeit; Anm. R.M.] das wichtigste Problem ist, das zu untersuchen sei. Er hat uns sogar Marienthal als den Ort, wo die Untersuchung gemacht werden soll, vorgeschlagen. […] Marienthal – da gab es eine Fabrik, eine Textilfabrik für die Gesamtbevölkerung. Und diese Fabrik wurde im Jahr 1929 geschlossen. Mit dem Resultat, dass man eine total arbeitslose Gemeinde hatte – abgesehen vom Schullehrer und dem lokalen Kaufmann und dem Briefträger hat niemand Arbeit gehabt. Das war der eine Grund. Ich weiß nicht wie Otto Bauer auf den Ort gekommen ist. Aber für eine systematische Erforschung der Wirkung der Arbeitslosigkeit war das ideal. Und der zweite Vorteil war natürlich auch, dass man es von Wien relativ schnell erreichen konnte. Es war nicht einmal eine Stunde Bahnfahrt. […] Die Anregung kam von Otto Bauer.
2) Paul F. Lazarsfeld: Über Otto Bauers Rolle bei der Marienthal-Studie
in Paul F[elix] Lazarsfeld (1901–1976): An episode in the history of social research: a memoir, in: The intellectual migration Europe an America, 1930–1960. Edited by Donald Fleming and Bernard Bailyn. Cambridge, Mass.: The Belknap Press of Harvard University Press 1969, S. 270–337, hier S. 275, Fußnote 9.
For reasons I cannot remember, I was interested in doing a leisure-time study, and I discussed it with a leader of the Socialist Party, Otto Bauer. He considered it still to study leisure problems at a time of severe unemployment, and it was he who suggested the new topic, to which I shall return repeatedly in this essay.

Quelle: UNI Graz

Sonntag, 21. Dezember 2014

Weltkrisenpolitik - Luxemburg 3/2014





Die Welt ist in keinem guten Zustand. Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es nicht mehr so viele bewaffnete Konflikte. Und auch die Ungleichverteilung des gesellschaftlichen Reichtums ist auf einem historischen Höhepunkt. Sich über den Globus erstreckende Austeritätspolitiken und Strukturanpassungsprogramme treten als Lösung auf, verschärfen aber die Probleme. Der Name der Zeit ? Unklar. Post-alles, Interregnum, WELTKRISENPOLITIK.

Geopolitische Konstellationen verschieben sich. Der Niedergang des American Empire 
wird seit Jahrzehnten von den einen ersehnt, den anderen befürchtet. Mit China, Indien und Brasilien tauchen nicht nur neue ökonomische Akteure, sondern auch neue Machtzentren
 auf. Die aktuellen Kriege reflektieren imperiale Ambitionen. Welche Rolle spielt die Bundesrepublik in dieser Weltumordnung ? Längst ist sie kein politischer Zwerg mehr: Gestützt auf ihre ökonomische Macht und gestärkt durch die neoliberale Krisenbearbeitung, ist Deutschland auf dem heftig umkämpften Weg zum politischen Riesen
.

In der Sprache der Geopolitik fällt es oft schwer, jenseits der Staatenkonkurrenz um Einflusssphären zu denken. Auch deshalb ist es schwierig, linke Antworten auf ›außenpolitische‹ Fragen  zu formulieren. Soziale Spaltungen, Kräfteverhältnisse und Akteure innerhalb der Nationalstaaten geraten aus dem Blick. Warum fällt es der Linken so schwer, in bewaffneten Konflikten die Perspektive der Subalternen  einzunehmen, statt sich häufig identitär und bekenntnishaft auf eine Seite der Konfliktparteien zu schlagen? Warum sind die Alternativen   zur herrschenden Re-Militarisierung  von Außenpolitik so schwach?


LuXemburg 3/2014 fragt nach Einstiegen in Friedenspolitiken
 mit friedlichen Mitteln. Wie lassen sich Konflikte beheben oder verhindern, lange bevor Gewalt eskaliert ? Wie können Projekte regionaler Integration, sozial-ökologischer Entwicklung, Konversion und des Ausbaus sozialer Infrastrukturen  dazu beitragen, globale Konflikte zu entschärfen? Am Ende ist klar: Linke Außenpolitik   kann nur Teil eines umfassenden Transformationsprojekts sein: »alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist«.


INHALTSVERZEICHNIS
Welt denken

Von Gayatri Spivak


Wie die Konturen des Neuen allmählich sichtbar werden
Von Mario Candeias


Wie Deutschland seine ökonomische Macht politisch wendet
Von Rainer Rilling


Wie sich das Empire reorganisiert
Von Ingar Solty


Wie die Weltenergieordnung umgebaut wird
Von Malte Daniljuk


Warum sich weniger ändert, als man denkt
Von Achin Vanaik


Gespräch über Brüche und Perspektiven in der Ukraine
Von Vladimir Ischchenko


Kriege führen

Wie der Diskurs um ›human security‹ militärisch gewendet wird
Von Corinna Hauswedell


Warum die ›Schutzverantwortung‹ problematisch ist
Von Wolfgang Obenland und Jan van Aken


Warum Big Data tödlich sein kann
Von Norbert Schepers


Einstiege finden

Welche Konsequenzen sich für die zivile Konfliktbearbeitung ergeben
Von Jörn Jan Leidecker


Was von ihr geblieben ist
Von Nadja Douglas


Gespräch über Gewalt gegen Frauen in Sri Lanka
Mit Shreen Abdul Saroor


Warum soziale Infrastrukturen die Lösung sind
Von Andreas Wulf


Warum globale Bewegungsfreiheit ethisch geboten und strategisch notwendig ist
Von Fabian Georgi


Warum Zivilklauseln ein Erfolgsmodell sind
Von Nicole Gohlke


Wie ihr Gesellschaftskritik abhanden kam
Von Werner Ruf


Warum das PKK-Verbot abgeschafft gehört
Von Ulla Jelpke


Wie die Linke Außenpolitik verhandelt
Von Raul Zelik



Abseits

Von Xu Lizhi


Von Hans-Jürgen Krysmanski


Von Thomas Seibert


Von Alina Mogilyanskaya


Mit Isabell Lorey und Alex Demirović


Ausstellung des MGK Hamburg


Von Birgit Haubner


LU
XEMBURG ONLINE
Von Michael T. Klare

Von Philipp Kreutzer

Von Christine Schweitzer

Von Naomi Klein


In Kürze:
 UNASUR: Regionale Integration als Kriegsursachenbeseitigung
Von María Diaz
Von Metin Yeğin
Mit Pablo Iglesias

Von Raul Zelik