Samstag, 28. Dezember 2013

... hat die schwäbische Hausfrau betreff sparen doch recht?

Ein irisches Märchen und hat die schwäbische Hausfrau betreff sparen doch recht?

Quelle: TAZ

Die Süddeutsche Zeitung bemerkte, dass Irland offiziell am Sonntag den Rettungsschirm der Troika verlassen hat, „Sparen lohnt sich“ – und ist mit dieser Interpretation nicht allein.
Glaubt man deutschen Politikern und Leitartiklern, ist dies der Beweis dafür, dass die Sparpolitik greift. Hat die schwäbische Hausfrau doch recht?



NEIN, denn ... 

- Die Arbeitslosigkeit in Irland hat sich fast verdreifacht.

- die Menschen verlassen das Land.

- Rückzahlung der Rettungsgelder  – wenn alles gut läuft – erst bis 2042 !

die Verschuldungsquote der Privathaushalte ist die höchste der Welt ! 

- Eine Trendwende ist nicht in Sicht.

- Dublin hat ein Haushaltsdefizit von 7,3 %, mehr als doppelt so viel wie erlaubt ist.

- 2014 wird die Staatsschuldenquote die 130-Prozent-Marke knacken !

- Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Irland sogar Griechenland als höchst verschuldeter Staat der EU überholt hat.

- Die Realwirtschaft boomt nicht. 2013 rutschte Irland zum zweiten Mal während der Krise in eine Rezession.

- Die privaten Investitionen markieren mit 10 Prozent des BIP den niedrigsten EU-Wert.



Doch die EZB wird alles in ihrer Macht Stehende tun wird, um Irland einen Staatsbankrott zu ersparen!
Denn sollte Irland, das buchstabengetreu die Vorgaben der Troika umgesetzt hat, in den Bankrott gehen, wäre dies ENDGÜLTIG der Beweis dafür, dass die Vorgaben falsch sind.


Alles in allem - eher ein irischer Alptraum ... !


Quelle: TAZ

Montag, 2. Dezember 2013

Budgetvollzug 2013: Einzahlungen bisher +8,6%, Auszahlungen +3,2%

Parlamentskorrespondenz Nr. 844 vom 02.12.2013
Wien (PK) – Eine aktuelle Unterlage des Finanzressorts zum Budgetvollzug 2013 meldet für Ende Oktober 2013 ein Einzahlungsplus von 8,6 % gegenüber dem Vergleichswert vom Vorjahr. Da die Auszahlungen nur 3,2 % stiegen, sank der Nettofinanzierungsbedarf (=Defizit) des Bundes in den ersten zehn Monaten des laufenden Finanzjahres um 26,4 %. Wachsende Erlöse aus Lohn-, Einkommen- und Kapitalsteuern, eine sinkende Zinsenbelastung trotz steigender Staatsschuld und Einnahmen aus dem Steuerabkommen mit der Schweiz zählen zu den Ursachen dieser Entwicklung (8 BA).
Der Bericht an den Budgetausschuss enthält auch Angaben zu der seit Anfang 2013 geführten betriebswirtschaftlichen Ergebnisrechnung, die bis Ende Oktober 2013 Erträge von 54,2745 Mrd. € und Aufwendungen von 59,0295 Mrd. € ausweist. Eine Darstellung der Aufwendungen nach ökonomischen Kriterien lässt erkennen, dass Transferleistungen, insbesondere an öffentliche Körperschaften und Rechtsträger, den größten Anteil an den Aufwendungen haben. Bei den Erträgen stammen 53,3569 Mrd. € aus operativer Verwaltungstätigkeit und Transfers, 36,6095 Mrd. € aus Nettoabgabenerträgen.










































Steuereinnahmen wachsen weiter
Einzahlungen aus öffentlichen Abgaben stiegen von Jänner bis Oktober 2013 um 3,1808 Mrd. € oder 5,5 % auf brutto 60,9521 Mrd. €. Nach Abzug diverser Ertragsanteile und Überweisungen an andere Körperschaften ergibt sich ein Nettoertrag des Bundes von 36,0364 Mrd. €. Die Ertragsanteile der Länder stiegen im Berichtszeitraum um 411,1 Mio. € oder 3,6 %, jene der Gemeinden um 220,8 Mio. € oder 3,1 %. Der Beitrag zur Europäischen Union nahm um 156,3 Mio. € oder 6,9 % zu. Die Entwicklung der Bruttoerlöse wichtiger Abgaben zeigt die folgende Tabelle:


Ergebnishaushalt und Finanzierungshaushalt
Die betriebswirtschaftliche Ergebnisrechnung weist bis Ende Oktober 2013 Erträge von 54,2745 Mrd. € und Aufwendungen von 59,0295 € auf, was ein Nettoergebnis von -4,7551 Mrd. € ergibt. Veranschlagt wurde für das gesamte Budgetjahr 2013 ein Minusbetrag von 6,7001 Mrd. €.
Verschiedene Beträge zwischen dem Finanzierungshaushalt und dem Ergebnishaushalt resultieren aus unterschiedlich abgegrenzten Perioden und aus der Berücksichtigung nicht finanzierungswirksamer Aufwendungen im Ergebnishaushalt, etwa von Abschreibungen. Deutlich wird der Unterschied bei Investitionen: Die Anschaffung eines Gebäudes führt durch den Erlag des Kaufpreises zu einer "Auszahlung" im Finanzierungshaushalt, nicht aber zu einer "Aufwendung" im Ergebnishaushalt, weil eine Investition lediglich einen Wertfluss vom Geldvermögen zum Sachvermögen darstellt. Der jährliche Wertverzehr einer Investition wird hingegen als "Abschreibung" bei den Aufwendungen im Ergebnishaushalt registriert. Im Finanzierungshaushalt bleibt dieser Wertverlust unberücksichtigt, weil dort nur Zahlungsflüsse erfasst werden.
Erträge und Aufwendungen in ökonomischer Gliederung
Nach ökonomischen Kriterien gegliedert stehen an der Spitze der Aufwendungen in den ersten zehn Monaten des Jahres 2013 die Transferleistungen mit 40,3881 Mrd. €. 6,7092 Mrd. € wurden in diesem Zeitraum für den Personalaufwand verbraucht, 5,9792 Mrd. € entfielen auf den Sachaufwand, der Finanzaufwand schlug mit 5,9531 Mrd. € zu Buche.
Entwicklung der Transfers
Innerhalb der Transfers ging der größte Anteil an öffentliche Körperschaften und Rechtsträger (22,6831 Mrd. €), gefolgt von den privaten Haushalten (11,1827 Mrd. €) und den Unternehmen (5,5991 Mrd. €). Beim Personalaufwand machten die Bezüge mit 4,6439 Mrd. € den weitaus größten Anteil aus. Ausgaben für Werkleistungen von 1,9521 Mrd. € bilden den größten Posten beim Sachaufwand.
Woher die Erträge stammen
Bei den Erträgen stammen 53,3569 Mrd. € aus operativer Verwaltungstätigkeit und aus Transfers, 36,6095 Mrd. € davon waren Nettoerträge aus Abgaben. Aus den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung schöpfte der Bund 4,5269 Mrd. €, aus jenen zum Familienlastenausgleichsfonds 5,1037 Mrd. €. Die Finanzerträge machten in den ersten zehn Monaten des Jahres 2013 917,6 Mio. € aus. (Schluss) fru/gro
HINWEIS: Ökonomische Analysen zur Budgetpolitik bietet der Budgetdienst des Parlaments im Menüpunkt "Parlament aktiv/Budgetanalysen" auf www.parlament.gv.at.
Alle aktuellen Daten zum Budgetvollzug (Monatsberichte 2013) finden Sie auf der Homepage desFinanzministeriums (http://www.bmf.gv.at/). 

Sonntag, 1. Dezember 2013

Soziales Österreich: Wir werden jenen eine Stimme geben, ...



Wir werden jenen eine Stimme geben, die nicht durch Lobbys vertreten sind:
via Bernadette Diendorfer

Lieber Mitmensch,
ich brauche bitte Ihre Unterstützung. Ich engagiere mich für die Gewährung des humanitären Bleiberechts meiner Freunde - der Familie Khaiatov, wohnhaft in Neufelden (OÖ).

Sie sollen in den nächsten Tagen "freiwillig" ausreisen, zurück nach Kirgistan, wo ihnen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit (Usbeken, Tataren) Verfolgung, Folter,... droht. 
Sie sind seit August 2012 in Österreich und haben alles, aber wirklich auch alles gemacht, was ihnen als Asylwerber möglich war, um sich gut zu integrieren (Deutschkurse, A2-Prüfungen erfolgreich abgelegt, ehrenamtliche Mitarbeiter in einem Altenheim, Beschäftigungsbewilligung zur Saisonarbeit in der Gastronomie, Führerschein B,C,E,...) und nebenbei sei erwähnt, dass sie wunderbare Eltern sind.

Es wäre großartig, wenn Sie ebenfalls Ihre Stimme in einer Unterstützungserklärung für ein Bleiberecht erheben würden. 

UE bitte per E-Mail an: boehmerwald1.khaiatov@blogger.com
http://khaiatovssollenbleiben.blogspot.co.at 

Im Namen der Menschlichkeit
Bernadette Diendorfer, 4150 Rohrbach OÖ

PS: Diese Nachricht darf und soll weiter verteilt werden - DANKE !

https://www.facebook.com/soeburgenland

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Mittlerweile gibt es auch eine Petition auf AVAAZ.https://secure.avaaz.org/de/petition/BH_Rohrbach_Humanitaeres_Bleiberecht_fuer_Familie_Khaiatov_There_is_no_way_back/?fbss


Mittwoch, 20. November 2013

bpb - PUBLIKATIONEN - Neuerscheinungen

Quelle: bpb - Online 20.11.2013
Newsletters der Bundeszentrale für politische Bildung


PUBLIKATIONEN - Neuerscheinungen


APUZ
Europas Grenzen

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Binnen- und Fluchtmigration prägen seit Jahrhunderten die Geschichte Europas. In der Diskussion, ab wann Migrationsbewegungen die nationalen sozialen Systeme "überfordern", überlagern nicht selten populistische Töne rationale Argumente. Defizite in der politischen Steuerung der Binnen- und Fluchtmigration offenbaren eine Schwäche Europas.
www.bpb.de/172384





Schriftenreihe
Die Grammatik der Freiheit

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Politische Freiheit kann es nur innerhalb der Regeln des demokratischen Verfassungsstaates geben. Wie eine Sprache eine Grammatik benötigt, braucht auch die politische Freiheit Regeln, die sie ermöglichen und sichern. In acht Essays denkt Peter Graf Kielmansegg über die Fragen nach, die sich dem demokratischen Verfassungsstaat stellen.
www.bpb.de/172230





Schriftenreihe
Die Essensvernichter

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Zu viele Nahrungsmittel, die noch essbar gewesen wären, enden hierzulande im Müll, bei den Verbrauchern wie im Handel. Zu viel gekauft, Haltbarkeitsdatum überschritten, irgendwie nicht passend - so lauten die Begründungen. Das Buch wirbt für mehr Respekt vor Lebens-Mitteln, für regionalen und fleischärmeren Konsum.
www.bpb.de/171165




Einzelpublikation
Verfassungsschutzbericht 2012

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Der jährliche Verfassungsschutzbericht des Bundes dient der Unterrichtung und Aufklärung über verfassungsfeindliche Bestrebungen in Deutschland. Er beruht auf den Erkenntnissen, die das Bundesamt für Verfassungsschutz im Rahmen seines gesetzlichen Auftrags zusammen mit den Landesämtern gewonnen hat.
www.bpb.de/172191




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pb21.de

: Gibt es wirklich "Digital Natives"?
Inwieweit sind Einstellungen, Umgang und Vorwissen in Sachen Web vom Alter abhängig? Diesen Fragen widmete sich ein #pb21-WebTalk mit und ein einführender Text von Dr. Jan-Hinrik Schmidt vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung. Video und Text gibt's hier: www.pb21.de/2013/11/gibt-es-wirklich-digital-natives


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Quelle: bpb - Online 20.11.2013
Newsletters der Bundeszentrale für politische Bildung



Dienstag, 19. November 2013

Aus einem Funken kann ein Steppenbrand werden!

Quelle: SJ-Burgenland
             Killian Brandstätter



Aufbruchstimmung bei der SJ Burgenland - Bezirkskonferenzen im Norden und Süden des Landes


Eisenstadt am 15.11.2013.
Für die Sozialistische Jugend Burgenland stehen die letzten zwei Monate des Jahres 2013 ganz im Zeichen von Veränderung, Verstärkung und Verjüngung. Bezirkskonferenzen sowohl im Norden als auch im Süden des Landes machen es möglich, dass noch mehr junge Menschen, welche  darauf brennen etwas zu bewegen, Verantwortung und Gestaltungsspielraum bekommen. 

Verstärkung und Verjüngung wird das Ergebnis der Bezirkskonferenzen in den Bezirken Neusiedl/See, Eisenstadt Umgebung und Güssing sein. 
Die Konferenzen der stärksten politischen Jugendorganisation des Burgenlandes werden alle unter dem gemeinsamen Motto „Aus einem Funken kann ein Steppenbrandwerden“ laufen. 
„Wir sind davon überzeugt, dass all die motivierten jungen Menschen, die nun in den einzelnen Bezirken nachrücken werden, der entscheidende Funke sein werden, welcher unsere Bewegung noch stärker machen wird und die Jugendarbeit im Burgenland weiter vorantreiben wird“, so SJ-Landesvorsitzender Kilian Brandstätter.

















Es herrscht große Aufbruchstimmung innerhalb der stärksten politischen Jugendorganisation des Burgenlandes. Die letzten zwei Monate des Jahres 2013 stehen für die SJ ganz im Zeichen der Veränderung, Verstärkung und Verjüngung. 

Einleitung dafür war die Bezirkskonferenz im Bezirk Oberpullendorf vergangene Woche am Freitag. Die Sozialistische Jugend bekommt in den Bezirken reichlich Verstärkung durch viele neue, junge Gesichter. 
Lehrlinge aber vor allem auch einige der diesjährigen SchulsprecherInnen werden mitmischen und die Organisation mit ihrem Wissen und ihrem Elan bereichern. Sowohl im Norden als auch im Süden desBurgenlandes kommen motivierte Junge in die Bezirksvorstände der SJ. Man entschied sich außerdem dafür, alle Konferenzen unter einem gemeinsamen Mottolaufen zu lassen. 

„Aus einem Funken kann ein Steppenbrand werden“ heißt es dannin den Bezirken Neusiedl/SEE, Eisenstadt Umgebung & Güssing. 
„Tatsache ist,dass eine/r allein nicht allzu viel bewegen kann – wenn es jedoch viele sind, die sich für das Richtige einsetzen, kann einiges für die Jugend im Burgenland erreicht werden. 

„Wir sind davon überzeugt, dass, all die motivierten jungenMenschen, die nun in den Bezirken mit gestalten & Verantwortung übernehmen werden, der entscheidende Funke sein werden, welcher unsere Bewegung noch stärker machen wird und das Feuer in der Jugendarbeit im Burgenland entfachen wird“, meint SJ-Landesvorsitzender Kilian Brandstätter.


Quelle: SJ-Burgenland
             Killian Brandstätter





Der Mann auf dem Balkon : Zeitreise in die Vergangenheit




Der Mann auf dem Balkon :
Zeitreise in die Vergangenheit


Am Freitag, den 15. November 2013 präsentierte im Kinderdorf Pöttsching einer der letzten noch lebenden Zeitzeugen, Prof. Dr. Rudolf Gelbard, den Film "Der Mann auf dem Balkon!"

Nach der Filmvorführung gab er in persönlichen Gesprächen Einblicke "Wie es damals war"!












10 Punkte für ein nachhaltig finanziertes soziales und innovatives Österreich

Quelle: Soziales Österreich
           Stefan Daxner


Wer nicht begreift, dass das strukterelle Defizit bis 2016 erhöht werden muss, um das reale zu senken, ist weder an der Regierungsspitze noch an der Parteispitze noch im EU-Rat als Verhandler des EU-Wettbewerbspakts am 19.12. geeignet.

An Stelle des gelanten ausgabenseitigen Kaputtsparens beim öffentlichen Dienst, Ländern, Kommunen, Sozialem, Gesundheit und Bildung (strukturelles Nulldefizit sollte Unwort des Jahres werden) sind folgende Maßnahmen jetzt für Vollbeschäftigung, qualitatives Wachstum und folglich mittelfristige Defizitreduktion m.E. notwendig:

1) Ausbau öffentlicher Beschäftigung statt Aufnahmestopp inklusive Erweiterung der Sozialversicherung auf Pflege, Bildung, erneuerbare Energien, Mobilität und sozialem Wohnbau finanziert durch die Wertschöpfungsabgabe von fünf Prozent

2) Verteilungsgerechtigkeit von Arbeit durch Bonus-Malus-System in welches Unternehmen einzahlen, deren Überstundenpraxis zu Jobverlusten führt und flächendeckende Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden pro Woche bei vollem Personal- und Lohnausgleich

3) Verteilungsgerechtigkeit von Vermögen und verfügbaren Einkommen durch eine Lohn- und Einkommenssteuerreform mit Steuerfreiheit bis 1500 €, Negativsteuer von Monatslohn-1515/6, also 102,5 € bei 900 € kontinuierlich auf null sinkend bei 1500 €, Eingangssteuersatz von 25% von 1515-2500€, 35% von 2500-4000€, 40% von 4000-5000€, 50% von 5000-6000€, 60% von 6000-7000€, 70% von 7000-8000€, 80% von 8000-9000€, 90% von 9000-10000€ und 99% ab 10.000€ Monatseinkommen startfinanziert durch Vermögenssteuer gemäß ÖGB-Modell

Flächendeckender Mindestlohn von 10€ netto pro Stunde (1515€ monatlich). Kollektivverträge für Alle und folglich mindestens 14 Monatslöhne, Urlaubsanspruch und Arbeitslosengeld. Abschaffung der All-In-Verträge. Pensionserhöhungen bis 2500€ über dem PensionistInnenpreisindex. Abschaffung der Gruppenbesteuerung, Stiftungsprivilegien und Schließung der Steueroasen. Reduktion der Mehrwertsteuer bei Lebensmittel, Wohnen und Kleidung auf fünf Prozent. Wiedereinführung der Luxussteuer bei Schmuck, Antiquitäten, Yachten, Limousinen u.s.w. auf 32%. Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Aktualisierung des Einheitswertes.

4) Armutsbekämpfung durch Erhöhung der Ausgleichszulage, Mindestarbeitslose und der sanktionsfreien Mindestsicherung auf 1000€ für alle, die weniger als 900€ verdienen und psychisch Betroffene (für Menschen in (Aus)Bildung sind die monatlich 1000€ in der Bildungsversicherung integriert) Kosten nahe null da bis 1000€ die Sparquote nahe null ist. Restfinanziert durch die Erweiterung der wertschöpfungsbasierten Sozialversicherung auf Armut. Keine Selbstbehalte im Gesundheitsbereich inklusive psychischer Behandlung, Zähnen und Brillen.

5) Flächendeckende Gratis-Kinderkrippen und -gärten, Hochschulabschluss und gleicher Lohn für gleiche Arbeit von ElementarpädagogInnen bis Uni-AssistentInnen und im Erwachsenenbildungsbereich. Flächendeckende Gesamt- und Ganztagsschulen mit Sport-, Kultur-, Nachhilfe- und Spezialisierungsangebot am Nachmittag. Abschaffung der Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen. Freie Bildung statt Drittmittel-Auftragsforschungsreduktion. Sofortige Uni-Milliarde und kontinuierliche Erhöhung des Uni-Budgets auf zwei % des BIP. Abschaffung der Uni-Räte und Drittel-paritätische Selbstverwaltung von Studis-Mittelbau-Profs bei wissenschaftlichen Fragen und Viertel-Parität bei allen weiteren Fragen unter Einbeziehung der allgemein Bediensteten. Raus aus dem EU-Bologna-Prozess. Prekarisierungsstopp im tertiären Bildungssektor. Sieben Jahre freier Bildungszugang für alle nach dem vollendeten 18-Lebensjahr dank Bildungsversicherung. Die kurzfristigen budgetären Erhöhungen des strukturellen Defizits werden teilweise durch die Vermögenssubstanzsteuer gemäß SÖ-Modell finanziert. Die budgetwirksamen erforderlichen Maßnahmen sind notwendig für ein langfristig nachhaltiges innovatives und qualitatives Wachstum ohne Schuden. Es gibt nichts Dümmeres als bei der Bildung zu sparen.

6) Umsetzung des dreistufigen Modells von Mehr Demokratie inklusive verpflichtenden Volksabstimmungen ab 100.000 Unterschriften in der Eintragungswoche, wenn es nach der Eintragungswoche zu keiner Einigung zwischen der Regierung und den InitiatorInnen der BürgerInneninitiativen kommt. Gerade eine Volksabstimmung über den EU-Wettbewerbspakt ist für ein nachhaltig finanziertes soziales und innovatives Österreich notwendig.

7) Banken in die Schranken: Umsetzung der Forderungspunkte des Volksbegehrens von Soziales Österreich 

Die Kürzungen bei der Wärmedämmung und bei der Förderung alternativer Energien kommen uns nicht nur hinsichtlich Klimawandel, sondern auch budgetär durch Kyoto-Strafzahlungen teuer zu stehen. 100% alternative Energieautonomie bis 2024 und -grundsicherung dank Energiebeitrag. Raus aus EURATOM - Gründung der europäischen Förderungsgemeinschat für erneuerbare Energien (EFEE) im Rahmen der Europäischen Solidar-Gemeinschaft (ESG). Flächendeckende Ganztags-Gratis-Mobilität dank Mobilitätsbeitrag und innovativem Mobilitäts-Mix aus Zug, Bus, Fahrradverleih und Sammel-Taxis (letztere mit Selbstbehalt für physisch Gesunde). Keine Autobahn- und Tunnel-Großprojekte bis der
Viertel-Stunden-Taktverkehr zwischen den Landeshauptstädten und der Halbstundentakt zwischen den Bezirkshauptstädten umgesetzt ist.

9) Kein Drohnen-Ankauf, sondern globale Drohnen-Ächtung. €fighter- und Leopard-Panzer-Rückkauf. Integration aller Rüstungsausgaben und Einsätze ins Friedens-Budget. Raus aus EU-battle-groups, NATO-pfp-plus, Rüstungsamt, Beistandspflicht gemäß EU-Verfassung auch im von der EU ausgehendem Angriffskriegsfall (Solidaritätsklausel) und somit insgesamt aus der militaristischen und neoliberalen EU-Verfassung und der Gemeinsamen Außen-und Sicherheitspolitik (GASP). Europa neu gründen als ESG auf Basis der EMRK, OSZE, EFEE und EWR und echter Demokratie. Organisierter Einschub von AsylantInnen durch die Botschaften mit friedenserhaltender Bundesheer-Unterstützung statt Frontex und Dublin2. Keine Teilnahme an Kampfeinsätzen.

10) Ausgabenseitig sinnvolles Sparen: Reduktion der Parteienförderung auf das durchschnittliche OSZE-Niveau, Reduktion der Spitzeneinkommen in allen Körperschaften öffentlichen Rechts und ÖIAG-Betrieben auf 10.000€, Aufgabenneustrukturierung zwischen Bund-Länder-Gemeinden gemäß OÖ-BürgermeisterInneninitiative wie Schulen in Bundeskompetenz, Kindergärten in Gemeindekompetenz und Spitäler und Pflege in Landeskompetenz.



Quelle: Soziales Österreich
           Stefan Daxner