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Freitag, 22. Februar 2013

Notwendige, faire Verteilung der Arbeit durch eine kollektive Arbeitszeitverkürzung

Quelle: KPD und Antiimperialistische Aktion


Es ist nicht ein großteils selbstverschuldeter Fachkräftemangel, der die Unternehmer jede Arbeitszeitverkürzung fürchten lässt wie den Teufel das Weihwasser, 
es ist auch nicht die Profitsucht alleine, 
nicht nur ihr kapitalistischer Konkurrenzkampf national und international,
es ist auch der Horror vor dem Verlust des Knüppels Arbeitslosigkeit, mit dem sie seit 40 Jahren erfolgreich die Arbeitenden und ihre Gewerkschaften schwächen.

Der Aspekt spielt bei den 100 eine große Rolle. Nicht nur sie erwarten deshalb auch von den Gewerkschaften ein deutlicheres Bekenntnis zu massiver Arbeitszeitverkürzung als strategischem Ziel.
Wobei der Kampf oft dort beginnt, wo es um die Einhaltung bestehender Regelungen wie z. B. des Arbeitszeitgesetzes geht.

Die Kurzarbeit in der Krise hatte gezeigt, dass Arbeitszeitverkürzung sehr wohl Arbeitsplätze erhält. Sie muss aber anders finanziert werden, nicht durch Lohnverzicht, Sozialversicherungsbeiträge und Steuergelder, sondern zu Lasten der Profite.

Auskömmliche und sichere Erwerbsarbeit ist ein Menschenrecht, explodierende Privatvermögen aber nicht.


(Antiimperialistische Aktion / FB)



Die Forderung nach einer 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich beherrschte kurze Zeit Nachrichtensendungen und Schlagzeilen der gedruckten Medien. 

100 Wissenschaftler, Gewerkschafter und Politiker appellierten an Gewerkschaften, Sozialverbände, Kirchen und Parteien, auf diese Weise Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung von Millionen zu beenden und auch der wachsenden Zahl arbeitsbedingter Erkrankungen entgegenzuwirken. 

Sie wiesen in ihrem offenen Brief darauf hin, dass seit Jahrzehnten die Produktivität schneller steigt als die Löhne. 
Ohne verkürzte Arbeitszeiten führt das zwangsläufig zu steigender Arbeitslosigkeit. 

Das sogenannte Jobwunder basiert vor allem auf der rapiden Zunahme von Mini-, Teilzeit- und sonstigen prekären Jobs, von denen Millionen trotz teilweise über 50 wöchentlichen Arbeitsstunden nicht leben können. 

Dem gegenüber steht eine seit den siebziger Jahren um rund 15 Prozent gesunkene Lohnquote, bezogen auf das gesamte Volkseinkommen, und eine enorme Anhäufung von Reichtum bei einer zahlenmäßig dünnen Oberschicht.
(KPD)

Der Artikel ist einzusehehn unter:
http://www.kommunisten.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3886&Itemid=69




Der offenen Brief:
http://www.kommunisten.de/attachments/3861_30_Stundenwoche.pdf





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