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Donnerstag, 12. Juli 2012

Wie die EU-Staaten non-formal und informell Gelerntes anerkennen

Quelle: FB-Blog / BILDUNG IST ZUKUNFT
            facebook.com/groups/236491976414966




EU-weit werden seit geraumer Zeit Initiativen zur Anerkennung von non-formal bzw. informell Gelernten im Zuge des Konzepts des Lebenslangen Lernens konzipiert, wie etwa der European Qualifications Framework (EQF), der Europass oder das Projekt Flexi-Path.
Die European Civil Society Platform on Lifelong Learning (EUCIS-LLL) hat ein neues Magazin publiziert, welches sich in seiner ersten Ausgabe auf vielseitige Weise mit diesem Thema auseinandersetzt.
Die neue Online-Zeitschrift "LLL-Mag" nimmt sich zum Ziel, den gegenwärtigen Stand in der EU wiederzugeben. Fakten zum aktuellen Stand des Anerkennungsprozesses sowie Interviews mit ExpertInnen und Lernenden, sollen einen Einblick in derzeitige Entwicklungen sowohl auf nationaler als auch EU-Ebene schaffen.
Das Magazin erscheint in englischer Sprache und ist kostenlos online verfügbar.


Österreich ist "Medium-Low" bei Kompetenzanerkennung

Das Erkennen und Überprüfen von außerhalb formaler Lernsysteme gelernten Fähigkeiten wurde in den letzten Jahren verstärkt forciert.
Jedoch nicht von allen Staaten der EU in gleichen Umfang, da es an rechtlichen Grundlagen fehle - das geht aus den Beiträgen hervor, die einen Überblick über die bildungspolitischen Entwicklungen auf nationaler wie internationaler Ebene geben. 
Im Besonderen werden die qualitativen Unterschiede zwischen den einzelnen EU-Staaten aufgezeigt - demnach hinkt das Gros der europäischen Staaten bei der Entwicklung und Implementierung von Validierungsinstrumenten noch nach.

Vorzeigemodelle seien die Niederlande, Frankreich, Portugal und die skandinavischen Länder Finnland und Norwegen. Österreich wird hinsichtlich des Entwicklungsstandes im Mittelfeld eingeordnet, Schlusslichter sind unter anderem Griechenland, Kroatien oder Ungarn.


"Flexi-Path": Instrument für Transparenz der Qualifikationen in Erwachsenenbildung

Im Magazin werden einige neue Instrumente hervorgehoben, wie etwa das Projekt Flexi-Path, welches sich besonders auf den Bereich der Erwachsenenbildung bezieht.
Flexi-Path ist ein Instrument, das helfen soll die unterschiedlichen Qualifikationen von ErwachsenenbildnerInnen transparenter zu gestalten. Diese können dann im Rahmen des EQF miteinander verglichen und dadurch eine europäische Vergleichsbasis geschaffen werden.
Das Projekt konzentriert sich im Besonderen auf Qualifikationen, die in non-formalen und informellen Settings gelernt wurden. Es richtet sich an ErwachsenenbildnerInnen, welche ihre Kompetenzen und Fähigkeiten außerhalb formaler Bildungseinrichtungen erlangten.


Kombination aus ExpertInnenwissen und Insider-Wissen

Zur eingehenden Darstellung von Hintergrundwissen über derzeitige Entwicklungen auf EU-Ebene reihen sich im neuen Magazin themenzentrierte Interviews mit Personen aus einschlägigen Fachgebieten, wie leitende Angestellte des EUCIS-LLL oder WissenschafterInnen.
Diese werden zu den gegenwärtigen Prozessen und Anerkennungsinstrumenten befragt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den "Insidern", also jenen, die selbst in der Weiterbildungsphase bzw. dem Anerkennungsprozess stecken und von den fortlaufenden Entwicklungen profitieren sollen. Neben diesen Fakten werden wichtige Begrifflichkeiten, wie Validierung oder Zertifizierung geklärt.


Über EUCIS-LLL

EUCIS-LLL vereint 30 europäische Netzwerke in den mannigfaltigen Arbeitsfeldern der Pädagogik und des Training mit dem Ziel, das Konzept des lebenslangen Lernens voranzutreiben.
Das Magazin "LLL-Mag" soll künftig zwei Mal pro Jahr erscheinen, um die unterschiedlichen Entwicklungen transparenter zu gestalten. Derzeit wird eine englische Version zum freien Download zur Verfügung gestellt. 


Downloads:
• Downloadseite des LLL-Mag -> http://www.eucis-lll.eu/pages/index.php/resources/publications

• Flexi-Path -> http://www.flexi-path.eu/






Quelle: FB-Blog / BILDUNG IST ZUKUNFT
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