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Dienstag, 29. Mai 2012

Fiskalpakt erhöht die Krise: Darum wird der Sozialstaat in Etappen abgebaut & die Gewerkschaften an die Wand gedrückt !!!


Quelle: Ausschnitt von Stephan Schulmeister / Wirtschaftsforscher in Wien.

             Gastbeitrag Frankfurter Runds


"Fiskalpakt verstärkt die Krise !!!

Eine nachhaltige Konsolidierung der Staatsfinanzen muss die Interaktion aller Sektoren berücksichtigen.

Ihre Finanzierungssalden verhalten sich wie kommunizierende Gefäße: Der öffentliche Sektor kann sein Defizit nur dann ohne Schaden für die Gesamtwirtschaft senken, wenn die Politik Sorge trägt, dass der Unternehmenssektor sein Defizit ausweitet und/oder die Haushalte ihre Überschüsse senken.

Werden diese systemischen Restriktionen ignoriert, so vertieft eine Sparpolitik die Krise immer weiter !!!

Genau dies wird der Fiskalpakt bewirken.


Denn er orientiert sich nur am Verhalten eines Sektors, des Staates, nach dem Motto „Der Schuldner ist schuld“.
Deshalb hat die Sparpolitik sowohl in der Weltwirtschaftskrise als auch jüngst in den EU-Ländern die Schuldenquoten steigen lassen."

Langfristig wird der Fiskalpakt Wirtschaft und Sozialstaat strangulieren:
In jeder Krise steigt das Budgetdefizit. Mit dem Rückgang des (tatsächlichen) BIP wird auch der Potentialoutput niedriger eingeschätzt. Damit wird ein Teil des gestiegenen Defizits zu einem strukturellen umdefiniert, das Strukturmaßnahmen erfordert, insbesondere die Kürzung von Sozialleistungen. 


Dies senkt den Konsum, die Krise vertieft sich.
Es braucht nur genügend häufig Finanzkrisen geben und der Sozialstaat wird in Etappen abgebaut und die Gewerkschaften an die Wand gedrückt.



siehe ganzer Artikel unter:
http://www.fr-online.de/meinung/schuldenkrise-der-groesste-fehler-seit-der-nachkriegszeit,1472602,16130006.htm


siehe auch meinen Bericht zur Podiumsdiskussion: 




Quelle: Ausschnitt von Stephan Schulmeister / Wirtschaftsforscher in Wien.

             Gastbeitrag Frankfurter Rundschau

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